
| Wer ist Gustav? Gustav ist überhaupt kein wer, sondern ein was. Gustav ist eine Dreiradtandem Modell "Strada" der Gustav-Werner-Stiftung. Kirsten sitzt vorne auf dem Logenplatz und trampelt mit. Jedenfalls Bergauf. Wenn Gustav nur nicht so breit wäre! Jedes Schafgatter am Nordseedeich wird zur Heraus- forderung! Zigmal muss er über den Zaun getragen werden, bis wir schließlich entscheiden, doch lieber innen am Deich zu fahren.Aber sonst haben wir fast nur Glück. Es kann fast kein Zufall mehr sein, das der Regen immer nur kommt, wenn wir gerade an einem geschützten Plätzchen Pause machen. Irgend jemand meint es gut mit uns da oben.Unsere Tour führt uns zunächst durchs Wursterland von Wremen nach Cuxhaven. 
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Kurzer Versuch des Wattwanderns - finden wir eher eklig! In Cuxhaven ein lustiger Abend mit einer Musikkapelle im Strandpavillion.Am nächsten Tag auf krummen Wegen aus Cuxhaven heraus und endlich viele Kilometer am Wasser -Der Elbe- entlang, nach Otterndorf. Wir schlafen alle im 2.Stock. Viele Treppen für unsere beiden Mitfahrer, die nicht so gut zu Fuss sind.Der Weg nach Wingst am nächsten Tag führt am Kanal entlang und dann durch den Wald. Diesmal keineTreppen - Gottseidank. Nachmittags im Zoo sind alle 
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| schrecklich müde, aber der Spieleabend wird noch mal lustig - Dirk erfindet das Spiel "WauWau", das geht wie MauMau, aber ohne die lästigen Regeln.
Christiane und Kirsten machen am nächsten Morgen richtig Tempo, um 11 stehen wir schon an der Schwebefähre über die Oste. Vor uns fahren vier Schornsteinfeger mit - wenn das kein Glück bringt... Eine lange Pause im Buswartehäuschen überbrückt den Regen und Andreas Kreislauf.Auf dem Weg nach Hamburg können wir wieder lange direkt am Wasser fahren. Der eigentliche Nordseeküstenradweg ist im Zuge des Autobahnbaus unpassierbar - gut, dass wir das wussten. Dann aber | |
ein langes, unangenehmes Stück durch die Hamburger Vororte, spontaner Wechsel zurück an die Elbe, in Finkenwerder startet gerade ein Airbus, als wir vorbeifahren. Die Fähre erweist sich doch als schwierig für Gustav, weil gerade Hochwasser ist.Schließlich doch wohlbehalten angekommen auf dem Feuerschiff im Hamburger Hafen. Gut, dass Kirstens Eltern die Treppen nicht sehen. Klappt aber alles. Alle finden ihre Schlafkabine urig. Abends dann lange suche nach einem Restaurant im Portugiesenviertel - ganz Hamburg will bei diesem Wetter draussen sitzen. | 
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| Am nächsten Morgen erstmal durch den alten Elbtunnel, den Blick geniessen. Nach dem Mittag mit der U-Bahn zur Alster, ganz schön schwierig mit zwei Rollis. Alsterschippern hinüber bis zum Stadtpark, ein ganz schneller Döner, und schon gehts weiter nach St.Pauli zum Musical. "Karamba" erweist sich als schöne Erinnerung an die Jugendzeit.Ganz zeitiges Aufbrechen heute, wir müssen nach Glückstadt, müssen Umwege fahren, weil die Sperrwerke an der Elbe geschlossen sind, und Gegenwind hats auch. In Wedel fahren wir versehentlich falschherum durch eine Einbahnstrasse. Lia, seit neuestem Inhaberin des Fahrrad- führerscheins, erfindet für das Verbotschild den Namen "Spardosenschild". Gutes Wort, | |
wird beibehalten. Wir benutzen die kleinste Fähre Deutschlands, die dreimal fahren Muss, um alle über die Krückau zu bringen. Andrea fällt in einen Wassergraben. nach 55km gegen den Wind sind alle total fertig, nur Dirk nicht, der um 23:00 Uhr noch eine Fernsehzeitung kaufen will. Heute ist Montag, Ausnahmen werden nicht geduldet.Den nächsten Morgen verdrömmeln wir auf der Suche nach einem Fahrradladen, denn unsere Luftpumpe ist Sch...! Dann geht´s lange durch die Marsch bis zur Neulandhalle. Grillabend, sehr gemütlich!Kurze Etappe nach Büsum, aber erst stehen die Seehunde in Friedrichskoog auf dem Plan. Wieder kommt der Regen in der Pause. | 
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Die Meldorfer Bucht können wir wieder direkt am Wasser umfahren. In Büsum versuchen wir die Zahl der Strandkörbe zu schätzen. Bestimmt über 1000. Der Weg nach Friedrichstadt führt über das Eidersperrwerk, nach Tönning dann endlich Rückenwind und entspanntes Fahren. Vorher hat Lia ihren Pausenbedarf einfach durch vom-Rad-fallen angezeigt. Nichts passiert.
Kurze Etappe nach Husum, den Vormittag nutzen wir für eine Grachtenfahrt mit Elektrobooten. Sehr schön als erstmal alle drin sind. | 
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| Auf dem Weg nach Nordstrand noch einmal schlimmer Gegenwind. Udo schreit den Wind an, nützt aber nichts. Ganz abenteuerliche Überfahrt nach Amrum, unsere Räder passen nicht aufs Schiff. Dann aber doch. Jugendherberge beweist: Bei Immobilien zählen drei Dinge:Lage, Lage, Lage.Letzter Tag. Mit dem Rad ins Kino zu Harry Potter - fast alle schlafen aber ein. Insel fast komplett umrundet, ein sehr schöner Abschluss.Die Rückfahrt. Auf dem Weg zur Mietwagestation klemmt sich Gustavs Kette ein. Die A1 können wir nicht empfehlen im Moment. Der Rest der Gruppe fährt Zug und ist 2 Stunden früher zuhause. Braun, Fit und zufrieden. | |
Daten:477 Kilometer in 12½ Tagesetappenlängste Etappe: 55 kmkürzeste Etappe: 18 km Wir bedanken uns für die Gastfreundschaft auf dem Weg, besonders bei den Runges und bei der sehr flexiblen Besatzung der "Adler-Schiffe", dem namenlosen Helfer auf der Krückaufähre u.v.m.
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Wir bedanken uns beim Komponist von "Sie war das allerschönste Kind...dass man in Polen find" und bei Dirk Achterfeld, wegen dem wir es jetzt auswendig kennen.Für viele Probefahrten mit Gustav und seinen Brüdern bedanken wir uns bei der Firma Trimobil.Fahrradanhänger gesponsert von Rexam und der Bundesliga-Tippgemeinschaft.Gustav gesponsert von der Sparkasse Vest. | | |